Kategorie-Archiv: Reisen

Ein Tag hinter Gittern… Darmstädter Knastmarathon 31.05.2015

Am 31. Mai 2015 war es soweit. Der LC Nettetal entsendet einen Läufer mit Verstärkung in den geschlossenen Strafvollzug auf Probe für einen Tag inklusive Samba-Band, all-you-can-eat und all-you-can-run. Gerüchte sagten, der Vorstand wollte herausfinden, ob man sich dort gefahrlos hinbegeben kann und vor allem auch wieder wegbegeben kann. Das kann natürlich nur erstunken und erlogen sein. Außerdem, bei dem Aufwand, den man betreiben muss, um exklusiver Gast im Bau zu werden, wollen die Behörden alle Sportler nach dem Lauf gerne wieder auf freiem Fuß haben.

Nach dem netten, vorhergehenden Abend in der attraktiven Innenstadt der Studenten- und Bundesligastadt Darmstadt endete der Freigang für einen halben Tag.

Mit durchweg guten Erfahrungen und der Empfehlung zur Nachahmung bzw. Wiederholung kam ich vom Knastmarathon zurück. Gut gelaunte Vollzugsbeamte, externe Läufer sowie  Inhaftierte  - auch aus anderen JVAs -  machten zusammen mit der exklusiven Umgebung und der hervorragenden  und liebevollen Organisation die Veranstaltung zu einem Erlebnis. Jede mitlaufende Frau wird von einer Woge der Begeisterung durch die vielen männlichen Insassen über den 1,7 km langen Rundkurs getragen.

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Viel zu schnell angegangen kam ich mit noch schmeichelhaften 3:50:03 ins Ziel. Es ist gar nicht mal so schön, selbst festzustellen, dass ohne lange Läufe in der Vorbereitung, man  jede in der ersten Hälfte gewonnene Sekunde mit Minuten in der zweiten Hälfte des Marathons bezahlt! Bernd Krätzig war wesentlich besser vorbereitet und spurte mit 3:41:57 auf den 1. Platz bei M60. Christoph Kalkschmid lief persönliche Bestzeit mit 3:28:18. Gut gelaunt ging es auf den Heimweg.

Fazit: Der Knastmarathon ist etwas besonders, den ich uneingeschränkt empfehlen kann. Es könnte sein, dass wir 2016 wieder dabei sein werden.DSC_8786a

Berlin Marathon 2014

Berlin, Berlin, wir laufen in Berlin!

Die Glücksfee war uns bei der Startplatzverlosung hold:
2 Startplätze für den Berlin-Marathon 2014.

Von den für die beabsichtigte Gruppenreise vorab gebuchten 12 Betten  in der zentral gelegenen Jugendherberge Berlin-Mitte 2 km vom Start/Ziel entfernt  müssen leider 8 Betten wieder storniert werden. Das neue Berliner Losverfahren bildet leider keine Gruppenzugehörigkeiten bei der Startplatzverlosung ab, so dass Berlin bis auf weiteres kein Ziel für Vereinsreisen mit Marathonteilnahme ist.

Von den ca. 98.000 Bewerbern gehören wir dieses Jahr zu den Glücklichen und  drücken Euch für die kommenden Jahre die Daumen für die Startplatzlotterie!

Bei traumhaft schönem Wetter im Oktober erleben wir ein Wochenende mit vielen Sehenswürdigkeiten und Erlebnissen am Freitag und Samstag vor dem Marathon. Die
Marathonmesse im alten Flughafen Tempelhof übertrifft alles an Marathonmessedimensionen, die ich bisher erlebt habe. Auch die Finisher- und Eventshirts sind ein schön! Keine Selbstverständlichkeitnachdem Adidas als Shirtsponsor jahrelang lieblose Einheitssäcke unter das Volk gebracht hatte. Auch bei anderen Läufen dieses Jahr hatte ich das bereits bemerkt.Es gibt super viel zu sehen. Gäbe es nicht noch ein bisschen Berlin zu entdecken, man könnte glatt länger auf der Messe bleiben.

Dann ist es soweit. Der große Tag ist gekommen!
Morgens um halb sieben ist die Mensa der Jugendherberge  bereits mit der ersten Welle Marathonläufer  geflutet. Es herrscht vorfreudige Anspannung und es ist nicht schwer ins Gespräch zu kommen.  Der nette kleine polnische Läufer aus Hamburg will es mit seinen 65 Jahren noch einmal wissen. Über 2:45 wäre er glücklich. Ups, nicht unsere Liga.Entspannt verlassen Sandra und ich die Unterkunft. Weit und breit kein Läufer. Tiergarten: kein
Läufer. Erstaunlich! Da bricht quasi aus dem Unterholz ein Trupp Kenianer hervor. Also doch richtig hier. Später stellen wir fest, dass es die Pacemaker für den neuen Weltrekordläufer beim warmlaufen sind. Nette Begrüssung.

Auf der Straße des 17. Juni kommt erstes Grosslaufeventgefühl auf. Läufer soweit das Auge reicht. Hinter uns der Pariser Platz mit dem Brandenburger Tor, vor uns die Siegessäule. „Ein Hoch auf uns!“ schallt es aus den Lautsprechern. Gänsehaut. Mit der 3. Starterwelle  starten wir ins Rennen. Ein halbes Jahr Vorbereitung findet sein Ende. Sandra feiert ihre Marathonpremiere.

Berlin, Berlin, wir laufen durch Berlin!

Die Strecke bietet viele unterschiedliche Eindrücke  Tiergarten, Moabit, Mitte, Plattenbauten hinter dem Alexanderplatz, Kreuzberg, Schöneberg, Wilder Eber, Kudamm, Potsdamer Platz, Mitte, Gendarmenmarkt. Hände abklatschen, lachen, laufen, entdecken, staunen. „Schade, dass es gleich schon vorbei ist!“, meint Jo aus Brüggen als wir an der Kaiser-Willi-Gedächtniskirche vorbei über den Ku-damm laufen.  Als wir Unter den Linden einbiegen, hängt der Schriftzug  „Ihr seid alle Helden“  über der Straße. Das Brandenburger Tor zieht an wie ein Magnet. Nur noch ein paar Schritte bis ins Ziel. Sensationelles Gefühl!

Ein dickes Kompliment an Organisatoren, Stadt und Zuschauer. Vor allem aber an Sandra, der strahlenden  frisch gebackenen Marathoni!

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Ergebnisse Istanbul Marathon 2014

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Tamer Gökoglan und Jörg Theelen sind erfolgreich ins Ziel gekommen.
Herzlichen Glückwunsch!

TamerJörg
Platz951198
Finish3:01:093:54:50
5km0:20:370:27:29
10km0:41:400:52:49
15km1:02:581:18:53
20km1:24:271:45:16
21km1:29:071:51:01
25km1:45:522:12:29
30km2:07:332:41:52
35km2:30:383:13:15
40km2:51:223:41:50

Istanbul Marathon 2014

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Ein Lauf, bei dem man sich zwischen zwei Kontinenten bewegt. Das erleben die
Teilnehmer des Marathons in Istanbul. Der Nettetaler Tamer Gökoglan und einige
Laufkameraden aus dem Kreis Viersen werden mit dabei sein. Von Dirk Kamps
„Der Marathon verbindet Europa und Asien. Ich stelle es mir sehr beeindruckend vor, über
die Bosporus-Brücke zu laufen“, sagt Tamer Gökoglan (43) bei seinem Besuch in der Extra-
Tipp-Redaktion. Marathonläufe hat er bereits zwölf bewerkstelligt – seine Bestzeit liegt bei 2 Stunden 58 Minuten. Istanbul fehlt noch auf seiner Liste. In wenigen Tagen geht es in den
Flieger in Richtung Türkei. Am 16. November findet der Marathon statt. Gökoglan nimmt
nicht als einziger Kreis Viersener an dem Sportevent teil. Mit dabei sind Läufer vom LC
Nettetal, in dem er selbst aktiv ist, sowie von Athletik Waldniel und dem OSC Waldniel. „Es
freut mich, bei dieser Gelegenheit für ein Stück Völkerverständigung zu sorgen“, sagt der 43-Jährige. „Ich möchte den Leuten auch die Türkei ein wenig näher bringen.“
Die Strecke in Istanbul sei nicht unbedingt „für Bestzeiten“ gemacht, erklärt Tamer
Gökoglan. Grund seien z.B. zwei Steigungen – eine bei Kilometer 40. Das verlangt bei einer
gesamten Marathonstrecken von 42,195 Kilometer natürlich genügend Kraftreserven kurz vor dem Zieleinlauf. Den möchte Gökoglan – trotz der Widrigkeiten – „unter drei Stunden“
schaffen.

Der Nettetaler bereitet sich genauestens auf den Marathon vor. Er hat einen Trainingsplan, an den er sich hält. Das Laufen ist für den Nettetaler nicht nur ein Solo-Sport. Deshalb ist er auch beim LC Nettetal aktiv und engagiert. „Beim Laufen tauscht man sich aus, bespricht vielleicht Probleme und genießt dabei die Natur. Es hilft sehr, den Kopf frei zu bekommen“, erzählt Gökoglan.

Er läuft immer – auch bei ungemütlichen äußeren Bedingungen: „Ich laufe durch alle
Jahreszeiten.“ Bei dem Istanbul-Marathon hofft er natürlich auch auf das richtige Wetter. „So 12, 13 Grad wären schon toll“, sagt er. Aber das Wetter bleibe „eben ein Glücksspiel“.
Jetzt aber gilt es, die letzten Tage der Vorbereitung zu nutzen. Bald geht der Flieger – und das Abenteuer Istanbul kann beginnen.

Quelle: Report Anzeigenblatt

Mit dabei aus Nettetal:
Tamer Gökoglan
Jörg Theelen
Sandra Dupke-Theelen